Die Solarleitungen sind gemäß TÜV 2 PFG 1169/08.2007 sowie nach VDE-Reg.-Nr. 8293 zertifiziert und auf ein passendes Steckverbinderprogramm abgestimmt
Kabel und Stecker für Photovoltaikanwendungen müssen ganz bestimmte Spezifikationen erfüllen, die sich je nach Region unterscheiden. Dabei werden an die Leitungen, die eine Lebenserwartung von 25 Jahren haben, enorme Anforderungen gestellt. Diese Vorgaben erfüllt das hier vorgestellte Leitungsprogramm Thermoflex Solar XPE in Solartechnikanwendungen rund um den Globus.
Die Solarleitungen sind gemäß TÜV 2 PFG 1169/08.2007 sowie nach VDE-Reg.-Nr. 8293 zertifiziert und auf ein passendes Steckverbinderprogramm abgestimmt
Solaranlagen mit zertifiziertem Leitungs- und Steckverbinderprogramm aufbauen

Sicherheit für sonnige Zeiten

Photovoltaik-Produkte müssen in den Ländern der Erde den klimatischen Anforderungen entsprechen Exklusiv in KEM Der Autor Jörg Bör ist Produktmanager für den Bereich Leitungen bei der Friedrich Lütze GmbH & Co. KG, Weinstadt
Photovoltaik-Produkte müssen in den Ländern der Erde den klimatischen Anforderungen entsprechen Exklusiv in KEM Der Autor Jörg Bör ist Produktmanager für den Bereich Leitungen bei der Friedrich Lütze GmbH & Co. KG, Weinstadt

Kabel und Stecker für Photovoltaikanwendungen müssen ganz bestimmte Spezifikationen erfüllen, die sich je nach Region unterscheiden. Dabei werden an die Leitungen, die eine Lebenserwartung von 25 Jahren haben, enorme Anforderungen gestellt. Diese Vorgaben erfüllt das hier vorgestellte Leitungsprogramm Thermoflex Solar XPE in Solartechnikanwendungen rund um den Globus.

Das Zurückfahren der bundesweiten Förderung von Solarstromanlagen auf deutschen Dächern wurde zwar zum Teil scharf kritisiert – das globale Wachstum des Photovoltaik-Markts lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken. Und trotz der Reduzierung der Zuschüsse kann die deutsche Solarstrombranche laut BSW (Bundesverband Solarwirtschaft e.V.) auf ein erfolgreiches Jahr 2010 zurückblicken: So hat sich hierzulande der Markt gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Nach Schätzungen des BSW gingen über 230 000 Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von sieben bis acht GW allein in Deutschland neu ans Netz.

Sogar fast verdreifacht haben sich die Zubauraten im Ausland. Bereits über 150 000 Jobs wurden in Deutschland durch die Solartechnologie geschaffen. Während heute rund 2% des Brutto-stromverbrauchs in Deutschland mit Solarenergie gedeckt werden, sollen es nach Berechnungen des BSW bis zum Jahr 2020 schon rund 10 % sein.

Insbesondere der Bau von solarthermischen Großkraftwerken – wie etwa dem in der Mojave Wüste (USA) mit 1 GW Leistung – zeigt das enorme Potential der Solarenergie auf. Nach Schätzungen der Desertec Foundation (www.desertec.org), die unter der Schirmherrschaft von Ex-US-Vizepräsident Al Gore und Bundeskanzlerin Angela Merkel steht, könnte in den Wüsten der Erde genügend „sauberer Strom" erzeugt werden, um die Menschheit nachhaltig zu versorgen. Kein Wunder: Desertec hat berechnet, dass alle Wüsten in sechs Stunden mehr Energie von der Sonne empfangen als die gesamte Menschheit in einem Jahr verbraucht. Sonnige Zeiten also.

Chemische, thermische und mechanische Belastungen

Energiegewinnung ist jedoch nur das Eine. Die zeitliche Verteilung (also die Speicherung der Energie) und die räumliche Distribu-tion (das heißt die Weiterleitung der Energie) sind heute zentrale Aufgaben. Lütze stellt sich mit seinen modernen Thermoflex Solarleitungen und Steckverbindern der Aufgabe, eine so weit wie möglich verlustfreie und gleichermaßen wirtschaftliche Weiterleitung zu gewährleisten. Hintergrund ist die Forderung, dass man bei neu installierten Photovoltaikanlagen mit einer Lebensdauer von mindestens 25 Jahren rechnet. Doch welches „normale Kabel" würde bei Wind und Wetter ein Viertel Jahrhundert überleben? Die Antwort ist simpel: Keines! Und das ist kein Wunder: Denn hohe Luftfeuchtigkeit, extreme Hitze und Kälte, direkte Sonneneinstrahlung machen den Leitungen schwer zu schaffen. Aber auch Nagetiere, chemische Flüssigkeiten wie Laugen- und Säuren setzen den Leitungen zu. Und insbesondere beim Thema Sicherheit müssen die Leitungen im Brandfall beziehungsweise zur Brandvermeidung mit überragenden Eigenschaften glänzen.

Hersteller wie Lütze haben darum das „Thermoflex"- Leitungsprogramm entwickelt, dass den Anforderungen mit modernen Materialen und Produktionsverfahren gerecht wird. Alle Thermoflex-Solarleitungen des Anbieters sind geeignet für den robusten Allwettereinsatz und zeichnen sich angesichts ihrer silanvernetzten Spezialisolierung durch hohe Thermoelastizität aus. Die Lütze-Thermoflex-Solarleitungen sind also für chemische, thermische und mechanische Höchstbelastungen ausgelegt.

Alle Kabelmaterialien sind aus flammwidrigen und halogenfreien Werkstoffen gefertigt und erfüllen die europäische RoHS-Richtlinie. Aufgrund des unempfindlichen konstruktiven Aufbaus kann Lütze gleichbleibende elektrische und mechanische Eigenschaften über eine extrem lange Lebenszeit garantieren. Bei der Verarbeitung lassen sich Aderisolationen und Kabelmantel einfach abisolieren. Das Thermoflex-Solar-Programm besitzt Zulassungen für Europa, Asien und Nordamerika. Lütze liefert es ab Lager auch als Plug-and-play- Lösung im komplett konfektionierten Set.

Standards für Photovoltaik-Leitungen sind in weiter Ferne

Trotz des weltweiten Photovoltaik-Booms hinken die Bemühungen für eine international einheitliche Standardisierung hinterher. Insbesondere zwei Standards sind zu beachten:

1. Der bundesdeutsche DKE Standard (Deutsche Kommis-sion für Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE), der identisch ist mit der TÜV Spezifikation 2 PfG1169/08.2007. Er hat sich in Europa und Asien etabliert und berücksichtigt typisch mitteleuropäische Klimabedingungen.

2. Der US-amerikanische UL Standard subject 4703 (American Underwriters Laboratories) der auf der RHHW / USE-2 basiert, ist für den nordamerikanischen Markt bindend.

Während der deutsche DKE-Standard unter anderem eine Prüfung unter hoher Luftfeuchtigkeit, der mechanischen Belastbarkeit, der Querdrucksicherheit, der Biegebelastung bei Kälte, der UV-Belastbarkeit sowie halogenfreies Material fordert, wird dies beim US-Standard nicht oder nur rudimentär geprüft. Dagegen setzt der UL 4703 hohe Maßstäbe an die Flammwidrigkeit .

Wer Solarleitung sagt, muss auch Solarstecker sagen

Auch die Steckverbinder für Photovoltaikanwendungen müssen dasselbe Maß an Umweltstress wegstecken können. Lütze Solarstecker und -buchsen aus dem Thermoflex-Programm erfüllen darum die Schutzklasse IP67 – und das selbst bei einem Nennstrom von 30 A. Der Klemmkorb ist sehr stabil gefertigt und verfügt über einen großen Klemmbereich, was die Verarbeitung von 6 mm²-Leitungen reibungslos ermöglicht. Weiterer Vorteil: Selbst nach mehrfachen Klemmen und wieder Lösen ist der Klemmkorb exakt justiert. Für Solarleitungen bis 4 mm² gibt es den Solarstecker in einer kleineren Ausführung. Alle Solarsteckverbinder besitzen eine TÜV-Zertifizierung und sind auf jeden MC4-Stecker steckbar.

Die Silanvernetzung für Kabelmaterialien (auch Zweistufen- oder Sioplas-Verfahren bezeichnet) ist mittlerweile ein etabliertes Verfahren. Mittels Silan-Zugabe werden thermoplastische Polymere in vernetzte Polymere transformiert. Die von Lütze verwendete Silanvernetzung unterscheidet sich hinsichtlich der Produkteigenschaften nicht von der Strahlenvernetzung. Beide Verfahren erzielen eine sehr hohe Vernetzung, die Vorteile der Silanvernetzung sind jedoch ein deutlich reduzierter Energiebedarf bei der Herstellung und damit eine höhere Umweltfreundlichkeit. Bei sehr dicken Wandstärken kann die Silanvernetzung sogar bessere Resultate ergeben – denn Untersuchungen belegen, dass etliche strahlenvernetzte Solarleitungen im Praxistest schlechter abschneiden als gute silanvernetzte.

Hannover Messe: Halle 9, Stand D62

Online-Info

www.kem.de/S111422

14.03.2011


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