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Präzise Trochoidetriebe in kompakter Bauform
Industrieventile sicher regeln
Ob Petrochemie, Papier- oder Lebensmittelindustrie, in vielen Industriebereichen werden Ventile benötigt, die präzise und zuverlässig regeln. Zugleich steht für ihren Antrieb oft nur wenig Platz zur Verfügung. Bei solchen Applikationen sind die RV-Getriebe von Nabtesco in ihrem Element. Ein fein abgestuftes Sortiment dieser hochpräzisen Trochoidgetriebe mit oder ohne Hohlwelle hat die europäische Vertriebszentrale des japanischen Unternehmens im Portfolio.
Der Einsatz eines Getriebes im Antriebsstrang erlaubt nicht nur eine hohe Untersetzung bei präziser Steuerung des Ventils, sondern ermöglicht es auch, die genaue Ventilstellung ohne Kontakt mit dem Medium durch die Drehposition des Getriebes zu bestimmen. Aufgrund ihres Aufbaus als Trochoidgetriebe ohne Planetenräder gehören die RV-Getriebe zu den besonders kompakten Untersetzungsgetrieben und sind auch daher für die Steuerung von Industrieventilen prädestiniert.
Hohe Belastung bei geringem Spiel erlaubt
Der nahezu hundertprozentige Kontakt innerhalb der Trochoiden/Bolzen-Konstruktion und die gleichmäßige Kraftverteilung innerhalb der Getriebe erlauben eine hohe Belastung bei geringem Spiel. Dank dieses Aufbaus erreichen die Getriebe eine hohe Wiederhol- und Bahngenauigkeit. Ihr Spiel (gemessen im Nulldurchgang der Hysterese) beträgt maximal 1 Winkelminute. Der symmetrische Getriebeaufbau gewährleistet zudem ein nahezu vibrationsfreies und übertragungsgenaues Betriebsverhalten. Die integrierte Lagerung durch zwei Schrägkugellager macht darüber hinaus eine bauseitige Abstützung überflüssig. In Lastspitzen, etwa bei einem Not-Aus, kann das Getriebe das Fünffache seines Nennmoments auffangen – genug Sicherheitsreserven also, um einen sicheren und langlebigen Betrieb zu garantieren.
Bewährter Grundaufbau
Der Grundaufbau der Getriebe ist bewährt. Es handelt sich um ein patentiertes zweistufiges Untersetzungsgetriebe: Das Eingangsritzel, das die zwei oder drei Stirnräder antreibt, bildet die Primärstufe. Deren Stirnräder sind auf je
einer Exzenterwelle montiert, die wiederum die beiden Kurvenscheiben der Sekundärstufe antreiben. Dadurch, dass letztere um 180° zueinander versetzt sind, wird ein besonders vibrationsarmer Lauf und darüber hinaus auch eine optimale Lastverteilung erreicht. Der Einsatz von Bolzen zur Kraftübertragung im gesamten Getriebe führt zusätzlich zu einem geringen Losbrechmoment. Dank der geringen Abmessungen der Zahnräder und des Ritzels in der Eingangsstufe wird ebenfalls das Massenträgheitsmoment verringert. Zusammengenommen führen diese Konstruktionsmerkmale zu einem sehr guten Verhalten hinsichtlich Dynamik und Laufruhe.

